Diese Arbeit entwirft auf psycholinguistischen und sprechwissenschaftlichen Grundlagen ein Konzept zur Entwicklung der Gesprächsfähigkeit Behinderter. Die ausgezeichnete Kenntnis der sowjetrussischen Psycholinguistik, teilweise in eigenen Übersetzungen des Autors, macht diese kritische Habilitationsschrift aus DDR-Zeiten über den exzellenten wissenschaftlichen Ertrag hinaus lesenswert für Interessierte aus den Gebieten Patho-, Pragma-, Psycho- und Soziolinguistik, Rehabilitations-, Sonder-, Heil- und Sozialpädagogik, Sprechwissenschaft und Sprecherziehung. Henner Barthel, Diplom-Sprechwissenschaftler, hat in Rhetorik promoviert, bei A.A. Leonfev ein postgraduales Zertifikat in Psycholinguistik erworben, sich in Sprechwissenschaft habilitiert. Nach Tätigkeiten an den Universitäten in Halle-Wittenberg, Leipzig, Berlin und Moskau ist er Professor für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung an der Universität Koblenz-Landau, Abt. Landau.
Inhalt
Sprachliche Kommunikationstätigkeit physisch-psychisch Geschädigter (Behinderter) als Objekt rehabilitationspädagogischer Forschung
'Sprache', 'Kommunikation' und 'sprachliche Kommunikationstätigkeit' in der Gesellschaft: Psycholinguistische Grundlagen
'Sprachliche Kommunikationsfähigkeit' für physisch-psychisch Geschädigte (Behinderte): Linguistische und spracherwerbstheoretische Ergänzungen
Entwurf zu einer psycholinguistischen Theorie der sprachlichen Kommunikationstätigkeit physisch-psychisch Geschädigter (Behinderter)
Ansätze einer kommunikationsorientierten Sprachaufbaukonzeption in der rehabilitativen Spracherziehung.