
| | Autor / Hrsg.: | Pacher, Heinrich | | Titel: | Die Spontaneität der Literatur - Studien zur Literaturtheorie Adornos | | Reihen-Titel: | Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft | | Reihen-Hrsg.: | | | Band: | 48 | | Jahr: | 2010 | | Preis: | | | ISBN: | 978-3-86110-473-5 | | Weitere Angaben: | Broschur, 250 Seiten | | Schlagworte: | Adorno, Theodor W. Derrida, Jacques Luhmann, Niklas Systemtheorie Strukturalismus | | Erscheinungsdatum: | März 2010 | | | | Beschreibung | | Dass Adorno in der Literaturwissenschaft und angrenzenden Fächern derzeit keine nennenswerte Rolle spielt, beruht nicht zuletzt auf einer noch immer verbreiteten reduktiven Lesart seines Denkens. Demgegenüber bringt die vorliegende Arbeit den Perspektivenreichtum seiner Literaturtheorie und Ästhetik wieder zum Vorschein.
Dabei zeigt sich, dass Adorno zahlreiche Denkmotive vorweggenommen hat, die im Laufe der letzten Jahrzehnte von unterschiedlichen Ansätzen wie Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Strukturalismus, Dekonstruktion/Poststrukturalismus und Systemtheorie in die literaturwissenschaftliche Diskussion eingebracht worden sind. So wird es möglich, bei der Erläuterung des Begriffs der Stimmigkeit Adorno und Luhmann aufeinander zu beziehen, und es lässt sich zeigen, dass Adorno und Derrida übereinstimmend im Antisubjektivismus eine der zentralen Tendenzen der literarischen Moderne gesehen haben, was wiederum eine präzisere Beschreibung sowohl der Berührungspunkte als auch der Differenzen zwischen beiden zulässt.
Die eigentlich herausragende Leistung Adornos aber besteht darin, dass bei ihm im Unterschied zu anderen Theoretikern diese und andere Aspekte nicht isoliert betrachtet und verabsolutiert, sondern in ein Verhältnis zueinander gesetzt werden, wodurch der Gegenstand Literatur überhaupt erst in seiner ganzen Komplexität in Erscheinung treten kann.
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