Das neunte Peter Weiss Jahrbuch widmet sich schwerpunktmäßig der internationalen Wirkung von Peter Weiss. Am Anfang steht die deutschsprachige Erstveröffentlichung von Weiss' Rede vor der kubanischen Schriftsteller- und Künstlervereinigung am 1. August 1967 in Havanna und eine detaillierte Recherche zu Weiss' Kuba-Reise.
Es folgen forschungsgeschichtliche und bibliographische Bestandsaufnahmen zur Weiss-Rezeption in Skandinavien, Italien und Portugal. Hinzu kommen Analysen zur Zeitproblematik in der "Ästhetik des Widerstands" und zur Intertextualität in der "Ermittlung" sowie Auszüge aus den Erinnerungen von Weiss' zeitweiliger Lebensgefährtin Le Klint.
Erste Hinweise auf ein bisher unbekanntes Ost-West-Schriftstellertreffen in Knokke het Zoute im April 1954, eine Untersuchung zum Verhältnis von Macht und Fiktion in der Prosa von Wolfgang Hilbig und Rezensionen insbesondere zur Weiss- und Holocaust-Forschung schließen den Band ab.
Beiträge
Peter Weiss: Erklärungen vor der Union de Escritores y Artistas de Cuba (UNEAC) in Havanna am l. August 1967
Natividad Gonzalez Freire: Peter Weiss in der UNEAC
Günter Schütz: Peter Weiss in Kuba
Elin Nesje Vestli: Zur Peter Weiss-Rezeption in Skandinavien
Eva Banchelli: Zur Peter Weiss-Rezeption in Italien
Maria Manuela Gouveia Delille: Die portugiesische Rezeption des »Gesangs vom lusitanischen Popanz« von Peter Weiss
Marita Meyer: Bergpredigt - Dante - Odysseus - Levi. Ein intertextueller Kommentar zu zwei Sätzen im »Gesang vom Lager« in Peter Weiss' »Ermittiung«
Burkhardt Lindner: Die Unzeit der »Asthetik des Widerstands«. Gesten der Wahrnehmung
Gesine Bey: Das Schriftstellertreffen in Knokke het Zoute (April 1954). Ein unbekannter Ost-West-Dialog mit Bertolt Brecht und Jean Paul Sartre
Marie-Luce Collard: Die Fiktion der Macht und die Macht der Fiktion. Anmerkungen zu narrativen Texten Wolfgang Hilbigs
Le Klint: Erinnerungen an Peter Weiss