Im Oktober 1992 fand in Ruse, am unteren Lauf der Donau in Bulgarien, ein internationales Symposium statt zum Thema Autobiographie zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Die namhaften Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Konferenz, die sich in der Geburtsstadt von Elias Canetti ein wissenschaftliches Stelldichein gegeben hatten, wurden auch zu Begründern der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft, die ihren Sitz in Ruse hat.
Der erste Band der Schriftenreihe enthält Beiträge von Penka Angelova, Nikolina Burneva, Mechthild Curtius, Svoboda Dimitrova, Anna Dimova, Vasil Dojkov, Manfred Durzak, Krum Gergicov, Marianne Gruber, Rotraut Hackermüller, Endre Kiss, Elisaveta Kuzmanova, Saso Markov, Urs Marti, Elena Nährlich-Slateva, Maja Razbojnikova-Frateva, Hannelore Scholz, Giovanni Scimonello, Emilia Staitscheva, Gerald Stieg, Joseph Strelka und Valeri Susmann.
Beiträge
Marianne Gruber: Fiktion als Wirklichkeit - Wirklichkeit als Fiktion
Manfred Durzak: Canettis Lebensroman. Zu einigen Prinzipien seiner Darstellung
Penka Angelova: Canettis autobiographische Trilogie als Bildungsroman
Maja Razbojnikova-Frateva: Die Essays von Elias Canetti - eine Biographie des Geistes. Versuch einer Annäherung
Nikolina Burneva: Kompetenzverteilung im Umgang mit Geschichte: Elias Canettis "Die Fliegenpein"
Mechthild Curtius: Blendungen, Autobiographie in der Wirklichkeit
Elena Nährlich-Slateva: Es ging darum, daß nichts Gelobtes verleugnet wurde...
Emilia Staitscheva: "Rosen aus dem Garten von Rustschuk". Zur Präsenz Bulgariens in der autobiographischen Reflexion von Elias Canetti
Vasil Dojkov: Das europäische Fenster auf meiner Straße in Ruse
Rotraut Hackermüller: Begegnungen mit Canettis Wirklichkeit. Eine Spurensuche in Wien
Giovanni Scirnonello: Literatur und der "Geist Weimars". "Die Fackel im Ohr" von Elias Canetti
Gerald Stieg: Karl Kraus als Emblem in Elias Canettis Autobiographie
Urs Marti: Stendhal und Canetti. Spuren des Politischen in Canettis Autobiographie
Valeri Susmann: Religionsproblematik und Besonderheiten des Stils in autobiographischen Werken von Elias Canetti
Saso Markov: Verbot und Angst. Archetyp und Reflexion in Canettis Autobiographie
Endre Kiss: Elias Canettis "Masse und Macht" in methodischer Sicht
Joseph Strelka: Betrachtungen zu Canettis autobiographischem Band "Das Augenspiel"
Hannelore Scholz: "Keine Angst geht verloren, aber ihre Verstecke sind rätselhaft". Frauen im autobiographischen Wahrnehmungsspektrum von Elias Canetti
Svoboda Dimitrova: Die schriftliche Maske. Zur Semiotik der Autobiographie mit dem Blick auf Elias Canettis autobiographisches Schreiben
Krum Gergicov: Szenische Interpretation der Totalität, das apokalyptische Böse in zwei Inszenierungen des Dramas "Hochzeit" von Elias Canetti auf bulgarischer Bühne
Elisaveta Kuzmanova: Canetti übersetzen - eine große Verantwortung
Anna Dimova: Die Übersetzung (in) der Geretteten Zunge