Für Information, öffentliche Meinung und kritische Begleitung der gesellschaftlichen Entwicklungen ist die Unabhängigkeit der Medien von staatlicher Einflußnahme genauso unverzichtbar wie für die ästhetische Kultur. Andererseits kommt es immer häufiger zu offenkundigen Grenzüberschreitungen (brutale Gewaltdarstellungen, Eindringen in die privateste Sphäre, Diskriminierungen). Im vorliegenden Buch loten Vertreter unterschiedlicher Fachrichtungen sowie Medienpraktiker die Chancen struktureller Verbesserungen des Mediensystems aus und machen sich auf die Suche nach Eckwerten einer journalistischen Berufsethik und Möglichkeiten, die Sehkompetenz der Medienkonsumenten zu steigern.
Beiträge
Peter Winterhoff-Spurk: Zur Einführung: Eine Vortragsreihe
Konrad Hilpert: Aspekte einer Ethik des Bildes
Ottmar Fuchs: Kommunikation, Öffentlichkeit und religiöse Botschaft
Peter Winterhoff-Spurk: Gewalt im Fernsehen - Empirische Nutzungs- und Wirkungsforschung
Peter Strittmatter: "Sollen Kinder fernsehen?" Empirische und normative Implikationen für die Medienpädagogik
Thomas Kleist: Die Last der Verantwortung: Ordnungspolitische Einwirkungsmöglichkeiten der Landesmedienanstalten im privaten Hörfunk und Fernsehen
Manfred Buchwald: Ethische Aspekte der journalistischen Praxis
Konrad Hilpert: Mediale Kommunikation wagen - mit Verantwortung. Ein Nachwort