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Scholdt, Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsaß,
Mitarbeiter an der im Stroemfeld Verlag/Roter Stern erscheinenden Gustav
Regler-Werkausgabe, hat eine ungewöhnliche, hochinteressante Biographie des produktivsten
saarländischen Schriftstellers geschrieben. Irrtümer, Fehler und Schwächen im Leben und
Werk Reglers werden ebenso offen angesprochen wie die literarische Bedeutung Reglers. Ohne
daß die Wissenschaftlichkeit der Beschäftigung mit Regler leidet, merken die Leser/innen
die Zuneigung des Autors zu ihm, eine mit Sympathie geschriebene Biographie. Intensiv
läßt der Autor Regler persönlich zu Wort kommen; Tagebucheintragungen und Briefe
Reglers werden ausführlich zitiert. Scholdt stellt Reglers Leben als "ein Stück
gelebter Ideologiegeschichte des 20. Jahrhunderts" dar. [...] Scholdts Buch ist auch
ein Nachweis für die große Leistung der Arbeitsstelle für Gustav-Regler-Forschung, die
1978 von Prof. Gerhard Schmidt-Henkel am Germanistischen Institut der Saaruniversität
gegründet wurde und deren Bestand seit 1997 in das Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsaß
aufging. Die Forschungs- und Sammelergebnisse der letzten 20 Jahre an diesem Institut
haben die wissenschaftliche Beschäftigung mit Regler weit über die Grenzen des
Saarlandes hinaus zum Thema werden lassen. Wer sich über Leben und Werk Reglers
informieren will, wer Interesse an saarländischer und deutscher Geschichte zwischen dem
l. Weltkrieg und der Eingliederung der Saar Ende der 50er Jahre in die Bundesrepublik hat,
wird dieses Buch mit Gewinn lesen. Es gehört zum Besten, was in den letzten Jahren auf
dem saarländischen Buchmarkt erschienen ist.
Arbeitnehmer 2/1999
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