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Übersetzungshermeneutik

Übersetzungshermeneutik
56,00 EUR*
Art.Nr.:10516
lieferbar in 1-3 Werktagen
Autor / Hrsg.: Cercel, Larisa
Titel:

Übersetzungshermeneutik

Reihen-Titel: Hermeneutik und Kreativität
Reihen-Hrsg.: Gil, Alberto
Band: 1
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86110-516-9
Weitere Angaben: Hardcover, Klebebindung, 405 Seiten
Schlagworte: Übersetzungswissenschaft
Übersetzungstheorie
Hermeneutik
Translatologie
Erscheinungsdatum: Januar 2013
Rezensionen: Target 27:3 (2015), S. 483-488: "excellent and very clarifying book" (Radegundis Stolze); Lebende Sprachen 58/2 (2013): 393–396 (Bernd Stefanink/Ioana Bălăcescu)Informationen Deutsch als Fremdsprache · 41. Jahrgang · Heft 2/3 • April/Juni 2014 (Mariana Cristine Hilgert): "... unverzichtbar für alle, denen bewusst, und vor allem, denen noch nicht bewusst ist, dass Übersetzungsvorgänge den zur Übersetzungshermeneutik gehörenden Phänomenen nicht entkommen können."
 
Beschreibung  

Die Übersetzungshermeneutik hat sich in den letzten Jahren weltweit zu einer äußerst dynamischen Forschungsrichtung entwickelt. Übersetzungstheoretische Publikationen mit hermeneutischem Schwerpunkt sind nicht nur zahlenmäßig angestiegen, sondern haben auch ihre traditionelle Eingrenzung auf das literarische Übersetzen aufgesprengt. Die Fachübersetzung, die audiovisuelle Übersetzung und der Dolmetschvorgang sind ebenfalls Gegenstand hermeneutischer Untersuchungen geworden. Auch stehen sie im Zeichen einer ausgesprochen interdisziplinären Offenheit und beziehen Erkenntnisse aus der Linguistik, der Philosophie, der Kommunikationswissenschaft, der Rhetorik, der Theologie und neuerdings auch den Kognitionswissenschaften in den hermeneutischen Diskurs mit ein. 

Die vorliegende Arbeit erkundet die Grundlagen der sich im Umbruch befindenden Übersetzungshermeneutik. Sie legt in einem ersten Vorstoß zu einer zugleich entwicklungsgeschichtlichen wie auch systematischen Bestimmung eine Rekonstruktion dieser Forschungsrichtung anhand repräsentativer Beiträge vor. Die detaillierte Analyse dieser Hauptdimensionen fördert den klassischen Kern der Übersetzungshermeneutik zutage und weist zugleich indikativ auf ihre neueren Entwicklungen hin.

Inhaltsverzeichnis
 

1. Einleitung

1.1. Die Tradition des übersetzungshermeneutischen Denkens

1.2. Definitorische Merkmale der Übersetzungshermeneutik

 

GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG

 

2. Die Anfänge des übersetzungshermeneutischen Denkens

 

3. Friedrich Schleiermacher und die Begründung der Übersetzungshermeneutik

3.1. »Über die verschiedenen Methoden des Übersetzens«

3.2. Grundzüge der Übersetzungstheorie Friedrich Schleiermachers

 

4. Die literaturwissenschaftliche Übersetzungshermeneutik

4.1. Traditionsverbindungen

4.2. Ein hermeneutisches Modell des Übersetzungsakts (George Steiner)

4.2.1. Vertrauen – 4.2.2. Aggression – 4.2.3. Einverleibung – 4.2.4. Reziprozität

4.3. Die Interdisziplinarität der hermeneutischen Übersetzungsforschung

4.4. Im Fokus: Geschichte und Geschichtlichkeit

4.4.1. Historisierung des Übersetzungsbegriffs (Friedmar Apel) – 4.4.2. Historisierung der Übersetzungstheorie – 4.4.3. Übersetzung als Sprachbewegung – 4.4.4. Hermeneutische Übersetzungsanalytik

4.5. Das Erbe Schleiermachers und der Blick voraus

4.6. Zur Rezeption der literaturwissenschaftlichen Übersetzungshermeneutik

 

5. Die übersetzungswissenschaftliche Hermeneutik

5.1. Ein Neuanfang – und ein Blick zurück (Fritz Paepcke)

5.1.1. Formulierung von Grundthesen – 5.1.2. Ein Beispiel hermeneutischer Übersetzungspraxis

5.2. Im Fokus: Die Verwissenschaftlichung der Übersetzungshermeneutik

5.3. Übersetzungshermeneutik und Linguistik (Radegundis Stolze)

5.3.1. Linguistische Begründung hermeneutischer Entscheidungen – 5.3.2. Hermeneutik als Orientierungsrahmen in der translatorischen Situation

5.4. Übersetzungshermeneutik und Kognitionswissenschaften (Bernd Stefanink, Ioana Bălăcescu, Sigrid Kupsch-Losereit)

5.4.1. Neurobiologie und hermeneutische Verstehensprozesse – 5.4.2. Kognitive Grundlagen der Kreativität und Intuition

5.5. Zur Interdisziplinarität der hermeneutischen Übersetzungstheorie

 

THEORETISCHE GRUNDLAGEN

 

6. Verstehen

6.1. Stellenwert des Verstehens in der Übersetzungshermeneutik

6.2. Actio versus passio

6.2.1. Missverstehen, Nichtverstehen, Andersverstehen – 6.2.2. Hermeneutische Wahrheit – 6.2.3. Sinnerfahrung versus Sinnstiftung

6.3. Binarität des Verstehens: Verstand und Gefühl / Intuition

6.4. Vorwissen

6.4.1. Sach- und Sprachwissen – 6.4.2. Weltwissen und Erfahrung – 6.4.3. Textwissen – 6.4.4. Interaktionswissen

6.5. Vorverständnis

6.6. Geschichtlichkeit

6.6.1. Geschichte der Sprache – 6.6.2. Geschichtlicher Kontext – 6.6.3. Wirkungsgeschichte

6.7. Verstehen als Dialog

6.7.1. Eine dialogische Gemeinschaft: Autor - Übersetzer - Leser – 6.7.2. Verstehen als Feststellen und Mitvollzug – 6.7.3. Das innere Gespräch – 6.7.4. Dialogische Terminologie

6.8. Verstehen des Gesagten, Gemeinten und Nicht-Gesagten

6.9. Intention im Verstehen

6.10. Dynamik des Verstehens

6.10.1. Konstellationen in Bewegung – 6.10.2. Dynamisierung der Begrifflichkeit

 

7. Auslegung, Deutung, Interpretation

7.1. Terminologische Klarstellungen

7.1.1. Auslegung (Deutung) versus Interpretation – 7.1.2. Interpretation versus Übersetzung – 7.1.3. Übersetzung versus Exegese

7.2. Beschaffenheit des Auslegungs- und Interpretationsvorgangs

7.2.1. Grammatische und technische / psychologische Auslegung – 7.2.2. Komparation und Divination

 

8. Kreativität

8.1. Kreativität der Sprache

8.2. Kreativität des Verstehens und Auslegens

8.3. Kreativität und Kognition

8.4. Kreativität als Problemlosungsverfahren

8.5. Übersetzen als fundamental kreativer Prozess

 

9. Intuition

9.1. Komplementarität von Vernunft und Intuition

9.2. Universalitat des intuitiven Vermögens

9.3. (Nicht)Steuerbarkeit der Intuition

 

10. Subjektivität

10.1. Die triadische Subjektstruktur des Übersetzungsvorgangs

10.2. Die unumgängliche Subjektivität des Übersetzens

10.3. Integration der Subjektivität in die Übersetzungstheorie

10.4. Subjektivität des Übersetzens zwischen Regel und Spiel

10.5. Begründung und kritische Reflexion der übersetzerischen Subjektivität

10.6. Intersubjektive Nachvollziehbarkeit

10.7. Übersetzungshermeneutik: Kunst oder Wissenschaft?

10.8. Subjektivität und Individualität

 

11. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick

11.1. Worin besteht die Übersetzungshermeneutik?

11.2. Systematische Unterschiede der übersetzungshermeneutischen Positionen

11.3. Die übersetzungshermeneutische Tradition

11.2. Die Stellung der Übersetzungshermeneutik in der gegenwärtigen Übersetzungsforschung

Bibliographie

 
 


 
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