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Polarität ohne Steigerung

Polarität ohne Steigerung
36,00 EUR*
Art.Nr.:10151
lieferbar in 1-3 Werktagen

Autor / Hrsg.: Trömer, Werner
Titel: Polarität ohne Steigerung. Eine Struktur des Grotesken im Werk Günter Kunerts (1950-1980)
Reihen-Titel: Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft
Reihen-Hrsg.: Richter, Karl; Sauder, Gerhard; Schmidt-Henkel, Gerhard
Band: 55
Jahr: 1997
ISBN: 978-3-86110-151-2
Weitere Angaben: 514 Seiten, 8 Abbildungen, Broschur
Schlagworte: Nachkriegsgeschichte
DDR
Günter Kunert
Erscheinungsdatum: Juni 1997
 
Beschreibung  

Für die Stasi war er der OV "Benjamin" (seit 1956/57) bzw. "Zyniker" (ab 1971/72); und heute weiß er, daß ihn 37 GI/IM bespitzelten: Günter Kunert. Zeitgleich mit Kunerts Arbeit an seiner Autobiographie ("Erwachsenenspiele", Hanser-Verlag) untersuchte W. Trömer dessen Arbeiten im sozialistischen Deutschland (1950-1979). Dabei profitierte er von der großzügigen Unterstützung durch den Autor, der mit Informationen und Hinweisen Hebammendienste leistete, hin und wieder auch Irrtümer korrigierte. Obwohl sich die Untersuchung auf Kunerts DDR-Zeit konzentriert, entdeckt sie eine grundsätzliche Struktur seines Denkens und Schreibens, die sich zwar mit der Zeit entwickelte, aber von Anfang an wirkte. In drei Ansätzen wird, vom Roman "Im Namen der Hüte", dem Denkbild "Ein Tag" und der Kurzgeschichte "Die Waage" ausgehend, immer vor der Folie des lyrischen Werkes, eine Struktur des Grotesken erarbeitet, die an Kafka ebenso erinnert wie an Dürrenmatt, aber trotz aller Ähnlichkeiten mit vielen weiteren Künstlern (auch Kunerts bildnerisches Werk wird berücksichtigt) eine eigene und eigenwillige Weltsicht zeigt: Polarität statt Dialektik, Moral des einzelnen statt gesellschaftlicher Utopie, spiraliges Winden der Geschichte statt teleologischer Entwicklung zu einem Paradies. Vor dem Hintergrund anderer Dichter besser erkennbar, wird die besondere Erzählhaltung Kunerts vorgestellt: "Gleitende Polarität", Pointenprinzip, Drehtüreffekt - alles Changieren von Perspektiven und Ebenen erweist sich als Vermittlung persönlichster Erfahrungen des Autors, die uns jedoch wie ein Déjà-vu begegnen, weil sie unsere eigenen Ahnungen materialisieren.



 
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