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Imperiale Kulturbegegnung als Identitätsstiftungsprozess

Imperiale Kulturbegegnung als Identitätsstiftungsprozess
36,00 EUR*
Art.Nr.:10487
lieferbar in 1-3 Werktagen

Autor / Hrsg.: Esaïe Djomo
Titel: Imperiale Kulturbegegnung als Identitätsstiftungsprozess - Studien zu Literatur, Kolonialität und Postkolonialität
Reihen-Titel: Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft
Reihen-Hrsg.: Justus Fetscher, Jochen Hörisch und Reiner Wild
Band: 49
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-86110-487-2
Weitere Angaben: Broschur, 360 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Schlagworte: Kolonialismus und Literatur
Imperialer Kulturkontakt
Afrikanisch-europäische Kultur
Erscheinungsdatum: März 2011
 
Beschreibung  
Die Untersuchung befasst sich mit der Frage der Identitätskonstruktion im Kontext imperialen Kulturkontakts. In ihrer kolonialen Form setzt die imperiale Kulturbegegnung wegen ihres konfrontativ-liquidatorischen Charakters solche Kräfte frei, die zur Destruktion der eigenen Identität des Einheimischen führen und ihn dazu zwingen, seine neue Identität durch Identifikation mit seinem Aggressor aufzubauen. Dem so in seiner Persönlichkeit gestörten und daher kolonisierten Menschen erscheint die eigene Heimat von da an als Fremde und folglich führt er darin eher das Leben einer displaced person. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die kolonialgeprägte afrikanische Elite damals unter der fremden Kolonialherrschaft genauso wie heute im Postkolonialismus einen entwicklungshemmenden Söldnerhabitus in ihrem eigenen Land aufrechterhält.

Diese Thesen erläutert die Arbeit hauptsächlich in der Analyse von Inszenierungen der europäisch-afrikanischen kolonialen Begegnung der beiden letzten Jahrhunderte im Kolonialdrama, einer bislang von der Forschung wenig erschlossenen, damals sehr erfolgreichen Gattung einerseits und durch eine kritische Lektüre postkolonialer kamerunischer Literatur mit besonderem Augenmerk auf die Figur der europäisch geschulten afrikanischen Elite andererseits. Von der Wilhelminischen Epoche bis 1945 dienten Theater und Kolonialschulen in Europa und in Afrika, wie die Beispiele der deutschsprachigen Theater, der Theaterproduktionen und Wortergreifungen der afrikanischen Kolonialschüler zeigen, gleichermaßen als Orte der Erprobung, Einübung und Verbreitung kolonialer Identitätskonstruktion.

 



 
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