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Ströme im dürren Land

Ströme im dürren Land
19,00 EUR*
Art.Nr.:10571
lieferbar in 1-3 Werktagen
Autor / Hrsg.: Schlomo Rülf
Titel: Ströme im dürren Land. Von Saarbrücken nach Nahariya. Erinnerungen
Mit einem Nachwort von Herbert Jochum

Reihen-Titel:  
Reihen-Hrsg.:  
Band:  
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-86110-571-8
Weitere Angaben: Hardcover,  320 Seiten  
Nachdruck der Ausgabe Stuttgart 1964
2. Auflage
Schlagworte:

Judentum
Saarbrücken
Nahariya
deutsch-jüdische Geschichte
Deutschland
Israel
Saargebiet

Erscheinungsdatum: Dezember 2014
Rezensionen: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend 62 (2014) S. 226-232 (Franz Josef Schäfer); zur ersten Auflage: Saarländische Kommunalzeitschrift 8/2014 S. 175 f. (Albert H. V. Kraus); Freiburger Rundbrief 4 (2014), S. 301-304 (Willi Körtels); Saarbrücker Zeitung, 6.12.2013: "eine der wichtigsten saarländischen Publikationen dieses Jahres" (Lothar Quinkenstein). Hier der komplette Bericht.
 
Beschreibung  

Diese Lebensgeschichte des früheren Saarbrücker Rabbiners Rülf, eines »der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des saarländischen Judentums« (H.W. Herrmann), ist in mehrfacher Hinsicht ein aufschlussreiches Dokument. Rülf hatte in den Schicksalsjahren des Abstimmungskampfes vor 1935 nicht nur eine erfolgreiche religiöse, soziale und erzieherische Tätigkeit für die saarländische Judenschaft entwickelt, sondern auch eine internationale politische und diplomatische Aktivität im Kontakt mit der Saarländischen Regierungskommission, dem Jüdischen Weltkongress und dem Völkerbund zur Rettung der Juden auf den Weg gebracht, die die Aufmerksamkeit der Welt für einige Zeit auf das kleine Saargebiet lenkte und zu dem so genannten Römischen Abkommen geführt hat. Diese Autobiographie ist auch ein exemplarisches Zeugnis für den erzwungenen Bruch in der Lebensgeschichte so vieler Juden, die zur Emigration gezwungen, sich in einer fremden Welt unter schwierigsten politischen, sozialen, kulturellen, ja klimatischen Verhältnissen als Siedler und Pioniere eine neue Heimat schaffen mussten. Und schließlich bezeugen diese Erinnerungen das Ende des Traums von der deutsch-jüdischen Symbiose.
Friedrich Schlomo Rülf wurde 1896 in Braunschweig als Sohn des dortigen Landesrabbiners geboren. Er studierte am Rabbinerseminar und der Universität Breslau und promovierte in Erlangen. Nach ersten Amtsjahren in Hamburg und Bamberg kam der junge Reformrabbiner 1929 nach Saarbrücken. Im Abstimmungskampf vor 1935 entwickelte er eine internationale politische Tätigkeit im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Nach der Abstimmung emigrierte Rülf nach Israel. In der deutsch-jüdischen Siedlung Nahariya wurde er der Pionier des dortigen Schulwesens. 1951 kam er für ein Jahr nach Saarbrücken zurück und widmete sich dem Aufbau der neugegründeten Gemeinde. Er starb 1976 als Ehrenbürger von Nahariya.
 



 
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